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Nur für ambulante Patienten: Neue pharmazeutische Dienstleistungen

Die deutschen Apotheken dürfen fünf neue pharmazeutische Dienstleistungen anbieten und über die Krankenkassen abrechnen. Das festigt die Rolle der Apotheke im Sinn des Vor-Ort-Apotheken-Stärkungsgesetzes – aber warum dürfen nur die ambulanten Patienten die neuen Dienstleistungen in Anspruch nehmen? Gerade in Pflegeheimen wäre die Beratung zur Polymedikation in Verbindung mit PAV (patientenindividuelle Arzneimittelverblisterung) für stationäre Patienten ein großer Vorteil.

Die fünf pharmazeutischen Dienstleistungen, welche die Apotheken ab sofort den ambulanten Patienten anbieten dürfen, sind

  1. erweiterte Medikationsberatung bei Polymedikation,
  2. pharmazeutische Betreuung von Organtransplantierten,
  3. pharmazeutische Betreuung bei oraler Antitumortherapie,
  4. standardisierte Risikoerfassung bei hohem Blutdruck,
  5. standardisierte Einweisung in die korrekte Arzneimittelanwendung und Üben der Inhalationstechnik bei Patienten ab einem Alter von sechs Jahren mit Atemwegserkrankungen.

Die Krankenkassen übernehmen die Kosten für die Dienstleistungen, da durch sie die Patienten besser versorgt werden und aktuelle Versorgungsdefizite der Vergangenheit angehören. Patienten, welche die neuen Dienstleistungen nutzen wollen, müssen fünf oder mehr verordnete Arzneimittel einnehmen, gegen eine Krebserkrankung oder wegen einer Organtransplantation neue Arzneimittel erhalten, einen ärztlich diagnostizierten Bluthochdruck haben und Blutdrucksenker einnehmen oder gegen eine Atemwegserkrankung Medikamente zum Inhalieren erhalten.

Aber in naher Zukunft sollten auch die stationären Patienten die neuen pharmazeutischen Dienstleistungen in Anspruch nehmen können – nur so kann gerade in Pflegeheimen die notwendige Effizienz der individuellen Arzneimitteltherapie weiter verbessert werden.

Weitere Informationen zur PAV in der Pflege: https://blisterverband.de/pflege/

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